Essen ist für die meisten Hunde das Wichtigste im Leben. Sie genießen den Geruch, den Geschmack, knabbern und knuspern gerne an ihrem Futter. Hauptsache Kauen – egal, ob es gesund ist oder nicht. Da Hunde viel mehr Gerüche wahrnehmen können als wir Menschen, ist auch ihr Geschmackssinn weiter entwickelt und sie sind wahre Feinschmecker. Dennoch leben diese vierbeinigen Gourmets zumeist von Konserven oder Trockenfutter. Dabei kann selbstgekochtes Hundefutter nicht nur besser schmecken, sondern sogar heilen. Dessen sind sich zumindest Experten der traditionellen chinesischen Medizin sicher.
Falsche Ernährung kann im Sinne der chinesischen Medizin gerade auch bei Hunden zu starken Veränderungen führen. Rüde Alf beispielsweise ist nervös, bissig und neigt zu regelrecht jähzornigen Wutausbrüchen. Nach chinesischer Diagnose ein klarer Fall von aufsteigendem Leber-Yang. Rüde Alf müsste eine streng vegetarische Diät einhalten für mindestens sechs Wochen. Zudem dürfte er keine Nahrungsmittel fressen, die wärmende Eigenschaften haben. Am besten wäre Rohkost für ihn – so er es denn mag. Hier muss der Hundebesitzer stets den Mittelweg finden, zwischen dem, was gesund ist und dem, was der Hund fressen mag. Bei absoluter Futterablehnung haben wenige Tropfen Lachsöl übrigens schon oft geholfen. Bei aufsteigendem Leber-Yang empfiehlt sich eine Diät mit besonders hohem Getreideanteil (Dinkel, Weizenkeime, Weizen, alles stets geschrotet und über Nacht eingeweicht), Äpfeln, Sauermilchprodukten, Chicorée oder Staudensellerie. Diese Nahrungsmittel sind sauer (passend zum Element Holz, dem die Leber zugeordnet ist) und kühlend, sie bringen den Energiefluss der Leber wieder in die richtige Richtung.
Der Verzicht auf Fleisch ist jedoch nicht immer ratsam. Hunde beispielsweise, die eher ängstlich und dünn sind, gerne warm und weich liegen, sollten eine größere Fleischration bekommen, denn diese würde sie stärken. Diese Fleischrationen sollten dann auch besser länger gekocht sein, anstatt roh angeboten werden. So erhöht sich deren Energiegehalt. Gerade Welpen, die sich in der Aufbauphase des Körpers befinden, sollten viel Fleisch bekommen. Es lohnt sich also für Frauchen oder Herrchen, sich zu überlegen, ob sie nicht die eine oder andere Mahlzeit für den Hund selbst kochen möchten. Oftmals muss man gar nicht einen extra Aufwand betreiben, sondern kann einfach eine Portion für den Hund vom eigenen Essen abzwacken und das Gericht für die Menschen noch entsprechend mit Gewürzen wie Salz, Chili, Pfeffer oder Zwiebeln anreichern – Lebensmittel, die für Hunde leider tabu sind.
©Andrea Lammert
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