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Entspannung für das ganze Rudel

Ein Wochenende in Amsterdam, Wandern in der Dordogne, Klettern in Kärnten, Ausspannen auf Fanö oder Trüffelsuchen in Italien – ein Urlaub mit Hund kann viele Gesichter haben. Es lohnt sich, nach Reisezielen zu suchen, die Erholungswert für beide haben: Zwei- und Vierbeiner.

Die schönsten Wochen des Jahres – das ist für die meisten Deutschen der Urlaub. Aber oftmals nicht für die Hunde, denn wenn Herrchen und Frauchen wegfliegen, müssen die Tiere oftmals bei Bekannten, Verwandten oder in der Tierpension ausharren. Das muss nicht sein, denn es gibt viele Alternativen zur Flugreise und autonahe Urlaubsgebiete, in denen Hunde gerne gesehen sind.

Frankreich zum Beispiel. Die Franzosen haben einen sehr viel lockeren Umgang mit Hunden als die Deutschen. Zudem ist das Land nicht so dicht besiedelt, es gibt überall schöne Gebiete, um mit dem Vierbeiner zu toben und ihn laufen zu lassen, etwa in der Dordogne.

Auch eine Reise in die Hauptstadt des Frankreichs ist mit Hund weniger schlimm, als man vielleicht glaubt. Die Pariser reagieren sehr viel freundlicher auf Hunde als deutsche Stadtmenschen. Allerdings muss der Vierbeiner „streichelfest“ sein, denn immer wieder berühren fremde Hände sein Haupt und geben im Vorbeigehen kurze Schmuseeinheiten.

In vielen Parks von Paris müssen die Hunde an die Leine, in manche dürfen sie gar nicht – aber die Stadt hat genug Grün. Gerade mit größeren Hunden durch Paris zu spazieren, ist in manchen Fällen eine Freude, nicht nur man sich in vielen Gegenden einfach sicherer fühlt, sondern weil man auch schneller Kontakt mit den Menschen knüpft.

Eine andere sehr hundefreundliche Stadt ist Amsterdam. Bei so viel Multikulti und Freiheit reagieren die Menschen auch sehr tolerant Hunden gegenüber. In den vielen Straßencafés ist der Aufenthalt mit dem guterzogenen Hund sowieso kein Problem.  Eher schon das viele Kopfsteinpflastertreten, das auf die Hundeknochen geht. Bei Stadtbesuchen sollten die Menschen deshalb darauf achten, dass der Hund hinterher Ausgleich findet und wieder über weiches Gras laufen kann oder besser noch, im See oder Fluss badet. In Amsterdam übrigens sieht man am Wochenende sehr viele Motorboote durch die Grachten schippern, auf deren Decks sich Hunde sonnen.

Hundefreundlich geht es auch in Italien zu. Sowohl in Städten wie Florenz oder Venedig, aber auch in den ländlichen Touristenregionen, etwa in Piemont. Dort werden Hunde zudem besonders geschätzt, sind sie doch traditionelle Trüffelfinder – und Liebe geht nicht nur in Italien durch den Magen.

Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Hundeglück so nahe liegt? Auch Deutschland hat viele Plätze zu bieten, an denen sowohl Zwei- wie auch Vierbeiner voll auf ihre Kosten kommen. Etwa Timmendorfer Strand. Dort, kurz bevor das steilküstige Brodtener Ufer beginnt, befindet sich ein eigener Hundestrand mit Hundebadesteg.

Angebote für Hundeferien gibt es gerade in Deutschland viele - Wanderungen  Schifffahren ab Rinteln entlang der Weser, Wattwandern an der Nordsee,  Erziehungsurlaub mit Hundeschule – oder Wellnesstage. Etwa im Maritim-Hotel Bad Wildungen. Dort gibt es nicht nur Tiertherapeuten, die beispielsweise auf dem Gebiet der Akupunktur für Hunde Experten auf ihrem Gebiet sind, sondern das ganze Hotel ist eingestimmt auf zweibeinige Gäste und ihre vierbeinigen Begleiter. Ein solcher Urlaub bedeutet Entspannung für das ganze Rudel – und das schlechte Gewissen, den Hund während der Urlaubstage einfach weggegeben zu haben, ist einfach zu Hause geblieben. 

©Andrea Lammert  


 

Urlaubsspaß für das ganze Rudel

Tipps für längere Auto- oder Bahnfahrten mit dem Hund:

  • Der Hund sollte gesichert sein, beispielsweise angegurtet auf dem Rücksitz reisen. Sitzt er im Kofferraum eines Kombis, ist es ratsam, die Fahrgastzelle durch ein Gitter zu sichern. Zudem sollte er genug Bewegungsfreiheit haben, um sich zu drehen – lieber auf Gepäck verzichten.
  • Vor der Reise sollte der Hund nur wenig essen.
  • Wasser, abgefüllt in Flaschen oder Kanister sollte immer an Bord sein.
  • Wird es zu warm im Auto, kann man ein nasses Handtuch über den Hund legen, um ihn vor einem Hitzschlag zu bewahren.
  • Vor der Fahrt einen ausgedehnten Spaziergang mit dem Hund machen, damit dieser müde ist.
  • Gehen Sie nach vier bis fünf Stunden Fahrt erneut mit Ihrem Hund eine Runde, damit er sich strecken kann und Stress abbaut